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Wenige Tage bin ich nun auf der Finca Lucendum.
Ich erzähle nichts über mein früheres Leben - aber jeder, der mich beobachtet,
kann sich eigentlich ziemlich genau meine Geschichte zusammenreimen. 

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Rasse: Mischling

Alter:
ca. 10/2008

Geschlecht:
Rüde

Größe: ca. 25 cm

Kastriert: ja

Aufenthaltsort: Spanien
                         Finca Lucedum

Kontakt: Tel. +34 666 330 678
   
oder       02331-933 97 97

Ich habe zu einer Familie gehört.

Der Vater dieser Familie mochte mich gerne - deshalb habe ich zunächst noch mehr  Vertrauen zu Männern,

als zu Frauen. Die Mutter der Familie hat mich offensichtlich viel mit einem Besen geschlagen

- bis zu dem Tag, als diese Frau beschloss, dass ich weggeschmissen werden sollte.

Bösartiger geht es eigentlich kaum noch: Man schmiss mich an der Autobahn aus dem Auto. Das bedeutet ständig

Lebensgefahr, Geräusche, die für meine Hundeohren unerträglich waren, Angst, Hunger, Durst, Kälte

und langsam ein unendliches Misstrauen gegen Menschen, das stündlich bei mir wuchs. Ein englisches Ehepaar

beobachtete mich einige Tage lang und als es dann anfing wie aus Eimern zu regnen,

bauten sie mir neben der Autobahn aus ein paar Brettern so etwas wie einen "Schutz", den ich sofort benutzte,

als die Leute wieder verschwunden waren. Das war an einem Freitag. Die Engländer versuchten

- so erzählten sie später an verschiedenen Stellen Hilfe für mich zu bekommen - umsonst.

Am darauf folgenden Sonntag gingen sie auf den Markt an den Stand der Finca Lucendum.

Sonntag Nachmittag wurde ich dann - ich war zufällig in meiner Bretterbude - ins Auto gepackt zur Finca gefahren

und kam dort in einen Zwinger. In dem großen Zwinger ist eine überdachte Stelle.

Unter diesem Dach steht eine Hundehütte, die warm und mit Decken ausgepolstert war:

Ich dachte, ich sei im Paradies! Am nächsten Morgen entdeckte ich noch einen Busch,

unter den ich mich setzen konnte und eine offene Hütte, von der aus ich alles beobachten konnte

- aber anfassen kam für mich gar nicht in Frage. Montag Nachmittag haben mich Gisela und Ralf dann eingefangen,

in eine Box gesetzt und mich auf das ausbruchssichere Gelände vor das Haus gebracht.

Dort stand dann auch plötzlich meine Hütte aus dem Zwinger und ich  wurde zusehends glücklicher. Und siehe da:

Am Mittwoch war ich schon manchmal in der Küche:  Leberwurst schmeckt einfach himmlisch.

Jetzt, drei Tage später, lasse ich mich auch anfassen und genieße es, wenn ich gestreichelt werde.

Irgendwann wünsche ich mir ein eigenes Zuhause und nur noch Liebe und Verständnis!

 

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